Skandinavien Roadtrip IV: Bergen

Nachdem wir das verschneite Hardangervidda verlassen haben und die ersten Wasserfälle bewundern konnten, sind wir im wunderschönen Bergen angekommen. Hier wurden wir mit tollstem Wetter und drei Tagen Sonnenschein begrüßt – und das in der regenreichsten (Groß-)stadt Europas!

Nach einer längeren Irrfahrt durch die Innenstadt, haben wir ein Airbnb in Hafennähe bezogen. An unserem ersten Tag haben wir dann zu Fuß die Umgebung erkundet und konnten im Tourismusbüro am Hafen einen tollen Wanderführer, für die sieben Berge, die die Stadt umrahmen, ergattern. Wir wollten schließlich endlich Wandern gehen, deswegen waren wir ja überhaupt in Norwegen! Abends ging es dann an die Routenplanung, diesmal waren wir schlauer und haben uns ein paar Erfahrungsberichte der einzelnen Routen durchgelesen, um böse Überraschungen zu vermeiden.Die meisten Routen kann man ganz komfortabel mit der Fløibahnen erreichen. Das sind einzelne Waggons die einen auf den Fløyen bringen, der Berg, von dem die meisten Routen starten. Oben angekommen ist der Ausblick auf die Stadt bereits das erste Highlight. Für den Vormittag haben wir uns für eine kurze Route* entschieden, laut Wanderführer sollte man damit drei Stunden beschäftigt sein, wir waren aber wesentlich schneller.

Die Bilder auf unseren Wanderungen sind alle mit dem iPhone 6 aufgenommen, da mir die Spiegelreflexkamera zu schwer und unpraktisch war.

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Für Nachmittags haben wir eine Fjordcruise* von Bergen nach Mostraumen gebucht.  Die Tour ging etwa drei Stunden und war absolut sehenswert! Wir haben hinterher gar nicht mehr zusammenbekommen, wieviele Wasserfälle wir unterwegs gesehen haben. Unterwegs konnten wir sogar Wasserfallwasser probieren, denn die Crew hat unterwegs einen Eimer voll abgezapft 🙂

Auf dem Deck des Schiffes pfeift allerdings eine steife Brise und wir waren froh über jede Lage Kleidung, die wir am Körper trugen.

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An diesem Abend ging es für uns früh ins Bett, denn für den nächsten Tag haben wir uns eine Tour* vom Fløyen zum Ulriken ausgesucht. Gestartet sind wir am gleichen Ausgangspunkt wie am vorherigen Tag. An der Talstation der Fløibahnen haben wir uns noch erkundigt, ob die Gondeln am Ulriken fahren, damit wir den Abstieg nicht auf uns nehmen müssen, allerdings fuhren sie zu diesem Zeitpunkt aufgrund des Windes nicht. Wir waren aber ganz zuversichtlich, dass das Wetter sich in den nächsten Stunden legt und sind munter losmarschiert. Wir wollten unbedingt die fünf Berge zwischen Fløyen und Ulriken erklimmen und wurden mit wahnsinnig schönen Ausblicken belohnt, als wir von Bergsee zu Bergsee gewandert sind. Immer wieder haben wir über die Landschaft gestaunt. Zwischendurch mussten wir ein bisschen klettern, was aber absolut im Rahmen unserer Möglichkeiten war. Die Wege sind anhand von Steintürmen gekennzeichnet, die man sehr gut erkennen kann. Trotzdem wären wir gegen Ende der Runde ohne eine Kartenapp auf dem Handy aufgeschmissen gewesen.

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Nach gut sechs Stunden und etwa 18km kamen wir der Seilbahn immer näher, doch unser Enthusiasmus wurde schnell gedrückt, als wir keine Gondeln sehen konnten! Trotzdem wimmelte es hier nur so vor jungen und alten Norwegern, die eifrig den Auf- und Abstieg des Ulriken als Nachmittagsbeschäftigung meisterten und ein älterer Herr ermutigte uns, wir sähen ganz fit aus und wären in einer halben Stunde unten.

Tja, leichter gesagt als getan, denn dieser Abstieg hat zwei Stunden gedauert! Zuerst haben wir den Weg nicht gefunden und sind einfach dort entlang gegangen, wo die ganzen Norweger leichtfüßig herkamen. Dieser Weg mutierte aber ziemlich schnell von einem Weg zum wahren Kletteralptraum und wir drehten auf halber Strecke um, als uns die Panik übermannte. Wie sollten wir hier jemals wieder wegkommen?

Unterwegs hatten wir natürlich schon den Weg für die nicht ganz so klettererfahrenen Wanderer entdeckt, denn dieser führte tatsächlich an einem Geländer entlang. So blieb uns nichts anderes übrig als den halsbrecherischen Weg wieder hinaufzusteigen.

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Platt wie wir waren wollten wir uns daraufhin nur noch mit einem Bierchen vor den Fernseher setzen. Da kam schon die nächste Ernüchterung, denn Alkohol darf man am Wochenende nach 18 Uhr in keinem norwegischen Supermarkt mehr kaufen – aber wir können zum Glück auch ohne 🙂

Alles in allem war Bergen für mich der schönste Stopp auf unserer Tour, wobei wir danach noch ein weiteres Highlight abgehakt haben. Ihr dürft gespannt sein!

Weitere Reiseberichte findet ihr übrigens hier und dem Skandinavien Roadtrip könnt ihr hier folgen.

Alles Liebe
Jill

*für die Links in diesem Post wurde ich nicht bezahlt. Es sind lediglich Empfehlungen der Touren, die ich auf dem Roadtrip gemacht habe!

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